co.de Subdomains kaufen

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Für 99,- Euro jährlich bekommt man eine tolle Subdomain unter der .de Domain „co“. Während in manchen Ländern wie Großbritannien mit der Second Level Domain „co“ kommerzielle Webprojekte kenntlich gemacht werden sollen, handelt es sich bei .co.de nur um eine durch ein Unternehmen registrierte Domain. Der Eigentümer, die Websuche Search Technology GmbH & Co. KG nennt sich in Infobriefen „Vergabestelle„, ganz wie die Denic.

Während man in Großbritannien keine Domain unter der TLD „uk“ bekommt und auf co.uk ausweichen muss, handelt es sich also in Deutschland lediglich um das Angebot einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung, nicht um eine offizielle Vergabestelle. Suchmaschinen ranken Subdomains fast so gut wie TLDs, daher ist es sicher nicht verkehrt, eine co.de mit entsprechenden Keyword zu mieten. Der Preis von fast 100,- Euro im Jahr ist jedoch etwas hoch, für meinen Geschmack. Vor allem, weil es sich um eine total frische Subdomain handeln würde, die vollständig aufgebaut werden und ihren eigenen Trust sammeln muss. Außerdem ist noch nicht klar, ob es wegen der jüngsten Mailings und der Selbstbetitelung als „Vergabestelle“ rechtliche Folgen für die Firma geben wird.

Es sieht übrigens so aus, als können die Kunden unter ihrer gemieteten Subdomain beliebig viele weitere Subdomains erstellen. Hier einmal ein Auszug aus bereits in Google indexierten .co.de (sub-)Domains:

  • ecombase.co.de
  • volldeppen.co.de
  • haus.co.de
  • dell.co.de
  • eikoce.co.de
  • stiz.co.de
  • downloadtopmp3music.co.dey
  • co.de.co.de.co.de.co.de.co.de.co.de.co.de
  • google.dlgamer.co.de
  • mp.dlgamer.co.de

Die letzten beiden in meiner Liste zeigen, dass die User sich bereits fleißig mit dem Verwaltungstool spielen. Habt Ihr auch schon auf die postalische Sendung mit dem Betreff „Rechtliche Klärung wegen euerdomainname.co.de“ geantwortet?

Basic Thinking hat was dazu geschrieben, ebenso wie Blogs Optimieren und das Nachtgedanken Blog von Frank Eckert. Zudem sind in Webmasterforen Fragen von weniger erfahrenen Usern aufgekommen, die sich nach der Echtheit des Angebotes erkundigen wollten. Das Angebot ist echt und die Schreiben per Post auch sicher effektiv. Wenn man pro Sendung mit der Post ca 30 Eurocent rechnet (Mengenrabatt), dann rentiert sich das vielleicht sogar. Keine schlechte Idee und eine lustige Sache so kurz vorm Jahreswechsel. Ausgelesen werden übrigens die WhoIs Daten Eurer Domains.

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+Benjamin Wingerter ist Inhouse-SEO und Affiliate seit 2008. Er hat zwei Steckenpferde: Conversion Rate Optimierung und Suchmaschinenoptimierung. Seit 2011 spricht er auf Fachkonferenzen, wie der SEO Campixx.

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