Foursquare startet Werbezentrale für 1,5 Millionen Firmen

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Nachdem der Hier-Bin-Ich-Service Foursquare Anfang Oktober damit begonnen hat, auf iOS und Android Geräten umgebungsabhängige Push Notifications auf den Sperrbildschirm zu schicken, um auf nahegelegene Geschäfte von vermeintlichem Interesse hinzuweisen, steigen die NewYorker (und San Franciscoer) jetzt richtig ins Werbegeschäft ein und verschenken $75 Millionen Dollar zum Start!

Beispiel für eine Werbeanzeige in FoursquareFoursquare Labs Inc. starten mit Foursquare Ads eine Advertisingzentrale für die angemeldeten und bestätigten Venuebetreiber. Ein Venue ist eine angelegte Lokalität. Haben Ladenbesitzer oder Restaurantbetreiber ihren Standordt geclaimed (für sich beansprucht), sind also als Eigentümer der Lokalität bei Foursquare registriert und bestätigt, können sie nun Werbung schalten und Erfolgsstatistiken sehen. Bislang war das nur Großkunden wie der Lufthansa oder Coffeeshopketten vorbehalten. Also nicht das claimen eines Spots, sondern das Werben. Wer einige Tage Zeit hat, der kann sein Geschäft kostenlos registrieren (Anleitung), wer es eilig hat, kann die Einrichtung gegen Bares beschleunigen.

Foursquare Ads

Jetzt aber dürfen alle „small businesses around the world“ (Zitat Foursquare Blog englisch) den über 40 Millionen aktiven  Nutzern ihren Service empfehlen. Dafür gibt Foursquare sogar $50 Dollar Startkapital. Diese werden dem Etat des Werbekontos sofort gutgeschrieben, wenn die erste Anzeige gebucht worden ist.

 

Schaubild wie Foursquare Ads funktioniert

Foursquare Ads in 3 einfachen Schritten erklärt

Foursquare erklärt dem Neuankömmlink auf der FSQads Seite, dass über 40 Millionen Leute den Service nutzen, um zu entscheiden, wo sie hingehen sollen. Die aktive Werbeanzeige wird solchen Nutzern ausgeliefert, die aus Sicht von Foursquare „kauffreudig“ sind. Nur, wenn der Nutzer auf die Anzeige reagiert, muss der Werbekunde auch bezahlen.

Was bietet die Werbezentrale dem Kunden?

Es können mehrere Anzeigen erstellt, bearbeitet und natürlich ins Netzwerk entlassen werden, diverse Statistiken zeigen Clicks, Check-Ins, bisherige Kosten und Restbudget in gewohnt übersichtlicher Art. Das können diese Web2.0 Firmen! Und es ist übrigens (noch) sehr günstig. Je nach Zielgruppe könnten witzige Anzeigen sogar tatsächlich auf rentablem Weg die Laufkundschaft erhöhen. In Uni-Städten könnte ich mir selbst für Metzgereien in Seitenstraßen eine Absatzsteigerung für Wurstsemmeln und Erfrischungsgetränke vorstellen. Also nicht nur der hippe Klamottenladen und das 3-Tische Altbauwohnungcafé  mit Balkon haben hier neue Chancen. Etwas ausführlicher findet Ihr das Ganze noch einmal bei Sebastian im Blog.

Das Foursquare Ads Dashboard

Das Foursquare Ads Dashboard zeigt Statistiken zu Clicks und Ausgaben

Wer nach wie vor kein Geld ausgeben möchte, bittet einfach seine Besucher/Kunden darum, doch einen Tipp für die Lokalität abzugeben. Dieser Tipp kommt ebenfalls auf den Bildschirm von Freunden der Empfehler, wenn sie sich in der Nähe der Lokalität aufhalten. Ebenfalls möglich wäre es, bei nahegelegenen Venues einen Tipp mit Werbung für die andere Lokalität zu hinterlassen. Beispiel: Bei einer  Modeboutique hinterlässt Susanne einen Tipp, dass nach dem anstrengenden Shopping eine Tasse Mocca im nahegelegenen Szene-Café genau das Richtige ist. Sogar Links können in solchen Tipps integriert sein.

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+Benjamin Wingerter ist Inhouse-SEO und Affiliate seit 2008. Er hat zwei Steckenpferde: Conversion Rate Optimierung und Suchmaschinenoptimierung. Seit 2011 spricht er auf Fachkonferenzen, wie der SEO Campixx.

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