Internet ist ein Dorf und klein obendrein

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Das Internet ist ein Dorf und klein obendrein. Der Wenignutzer benötigt eigentlich nur

  • Wikipedia
  • Youtube
  • eine beliebige Community
  • ein Nachrichtenmagazin
  • email
  • amazon

Die Anfragen bezüglich (Fach-)Informationen deckt Wikipedia zufriedenstellend ab. Weitere Recherchen fallen nicht mehr dem Wenignutzer zu. Die Vielnutzer, haben übrigens eigentlich auch nur email, Youtube und Facebook gebookmarked, behaupte ich mal. Für mich persönlich war erstaunlich, dass von ca 50 random Bekannten, fast alle Kino.to als unverzichtbar angaben. Mensch, ich habe nicht einen Film dort gesehen und hoffe, das outet mich nicht als unerfahrenen Netznutzer. Geklickt habe ich dort mal, bis ein Film startete. Trotzdem nutze ich lieber Amazon für Filme, kaufe sie also, oder leihe sie in der guten alten Offline Videothek.

Email ist nach wie vor eines meiner Top Internet Module. Ich schreibe nicht sehr viele, aber empfange täglich fast 100 Nicht-Spam-Mails und lese davon täglich ca 50 bis 90 Stück. Youtube nutze ich persönlich fast nur, zur Trailer Recherche, oder um Musik vorzuhören, die Amazon nur 30 Sekunden abspielt und last.fm gar nicht liefert.

Eine massiv genutzte Community habe ich vielleicht mit Twitter, aber auch da bin ich manchmal nur 2x am Tag am updaten. XING finde ich persönlich übrigens wichtig oder sagen wir mal nützlich, bin dort aber auch mal mehrere Tage hintereinander gar nicht eingelogged. Von all dem mal abgesehen, zähle ich mich gar nicht als Internet-Wenig-Nutzer. Privat würde ich sagen, dass ich ’ne Stunde pro Woche bis maximal 5 Stunden in 7 Tagen online surfe. Das beinhaltet dann aber online shopping und gelegentliches Chatten. Beruflich bzw Hobby-beruflich bin ich natürlich so gut wie daueronline. 😉 Und in diesem Zusammenhang nutze ich gleich mehrere dutzend Webseiten alle 10 Minuten oder mehrere viertel Stunden am Stück. Aber auch das ist bei diesem Thema zu vernachlässigen.

Denn Fakt ist meiner Meinung nach, dass das Internet mit nur 5 Seiten und e-Mail zurechtkommen würde. Oder widersprecht Ihr mir da?


+Benjamin Wingerter ist Inhouse-SEO und Affiliate seit 2008. Er hat zwei Steckenpferde: Conversion Rate Optimierung und Suchmaschinenoptimierung. Seit 2011 spricht er auf Fachkonferenzen, wie der SEO Campixx.

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12 Responses to “Internet ist ein Dorf und klein obendrein”

  1. Sascha

    30. Jan 2010

    Das Internet ist für mich deshalb ein Dorf, weil ich immer wieder innerhalb einer bestimmten Szene auf dieselben Leute treffe, egal wohin ich mich drehe und wende. *g*
    Ansonsten: für einen Durchschnittsuser mag eine Anzahl an Webseiten, die sich an 1 max. 2 Händen abzählen lassen genügen. Ich persönlich habe stets mind. 5 Seiten gleichzeitig offen. ;-))

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  2. SEOux Indianer

    28. Jan 2010

    @Kein Name .. das hat was mit Trust zu tun 😉

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  3. MBDealer

    28. Jan 2010

    Wenn meine Seite unter den 5 Webseiten aufgelistet ist kann das Internet ruhig aus 5 Webseiten bestehen 😉

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  4. Morsten Taue

    28. Jan 2010

    Dort scheint mir der Pöbel gut aufgehoben.

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  5. Kein Name

    28. Jan 2010

    Warum hat der Henning blos einen dofollow Link und alle anderen einen nofollow? Hmm.

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  6. Manu

    18. Jan 2010

    Generell ist jedem anzuraten, ob beruflich oder privat, sich nicht im Social Network zu verzetteln. Um ein altes Sprichwort zu bemühen: wer zuvielen Herren dient.

    Für die meisten Menschen, die das beruflich nutzen müssen, ist ein Zeitmanagement dringend angeraten. Es häufen sich die Fälle, auch bei Profis, dass sich sich zulange im Network aufhalten und daher ihre eigene tägliche timeline gefährden.

    Es ist jedem anzuraten, sich, wie Manitu vorgeschlagen hat, nur einige Netzwerke zu wählen, die zur Branche oder Produkt passen. Da diese Plattformen unterschiedliche Zielsetzungen haben, ist nicht jede geeignet für jeden in meinen Augen.

    Wenn ich mich entschieden habe, sollte ich meine Aktivitäten dort auch pflegen, um alles effektiv zu gestalten.

    Facebook wird sich möglicherweise als sell Plattform weiter etablieren. Ob das nun aber für die Tischlerei genauso sinnvoll ist, sich dort zu engagieren wie für den Medienprofi, Designer, Banker oder Sonstige, muss im Einzelfall die Betrachtung der Zielgruppe des Networkers zeigen.

    Manu

    PS: Ich persönlich finde den Button nofollowfree sehr interessant. Es ist eine Strategie, dich ich gut finde. Mögen sich die SEO’s auch darüber streiten. Auf Twitter gab es letzte Woche wieder einen Aufruf von einer angesagten Designerplattform mit einem Bonus: dofollow… Ich denke, wer nur bloggen will und sich keine weitere Arbeit mit Lesen und Einschätzen und Makeln von Kommentaren machen will, sollte es sowieso lassen (ich weiß, nicht sehr populär)

    Antworten
  7. Daniel Schilling

    17. Jan 2010

    Ich stimme überhaupt nicht zu. Das trifft vielleicht für ein paar Internet-User ein, die noch ziemlich neu sind und erst vor kurzem auf den Zug aufgesprungen sind.

    Vor allem als ITler, Blogger und Webdesigner bin ich in kürzester Zeit auf so vielen verschiedenen Webseiten, Suchmaschinen, Portalen, Bookmark Diensten, Blogs, Communitys und vieles mehr.

    Es gibt Millionen von Webseiten (zumindest laut Alexa ;)) und irgend einen Grund muss das ja haben. 😛

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  8. benjamin

    13. Jan 2010

    ich stimme dir völlig zu. sehr gut geschrieben. kompliment!

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  9. Henning

    09. Jan 2010

    Naja, wenn ich zum Beispiel Blogeinträge schreibt, geschieht das in meiner Freizeit und ohne Bezahlung. Das zähle ich als Hobby und nicht als Beruf, auch wenn es irgendwie mit meinem Beruf (Account-Manager in einer Internetagentur) zu tun hat.

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  10. SEOux

    08. Jan 2010

    Hi yop und Henning, danke für Eure Antworten!

    @yop, ebay wird noch genutzt? Viele Leute sind verärgert, weil dort keine Schnäppchen mehr auftauchen, sondern nur noch Shop-Ergebnisse mit Neuware. Ich selbst hab in den letzten Jahren nach und nach aufgehört, auf günstige Gebrauchtware zu hoffen, zumal Amazon die Artikel neu für fast den gleichen Preis anbieten kann.

    @Henning, na privat kaufe ich bei Amazon ein und suche ab und zu Infos über geschichtliche Ereignisse, Persönlichkeiten oder Veranstaltungen zum Wochenende über Google oder Themenportale. Außerdem sehe ich ab und zu bei YouTube lustige Videos an, die mit Themen zusammenhängen, die mich privat interessieren.

    Das ist dann aber schon alles. Jede andere WWW Aktivität hat bereits irgendwas mit meinem Beruf zu tun. Der ist zwar zum Teil auch Hobby, aber zählt halt im Großen als Beruf und damit nicht zum privaten Teil meiner Onlinezeit. Ist das bei Dir anders?

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  11. Henning

    08. Jan 2010

    Die Frage ist natürlich, ob diese fünf Seiten ohne ihre Konkurrenz so gut wären. 🙂

    Die oben Seiten reichen sicher einem Großteil der Nutzer. Wobei man auch nicht vergessen darf, dass sehr viel gegooglet wird und man da nicht immer auf einer der obigen fünf Seiten landet bzw. dort berhaupt die gesuchte Information finden würde.

    P.S.: Deine Abgrenzung zwischen Privatnutzung und „hobby-beruflicher“ Nutzung würde mich mal interessieren. 🙂

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  12. yop

    06. Jan 2010

    mhm, das basiert aber auf vorurteilen 🙂 naja gut, ich kenne z.B. menschen, die verbringen 75% ihrer online-zeit in ebay. und das privat, nicht gewerblich. mag also schon stimmen, dass man es teilweise auf so wenige sites runterbrechen kann. aber ändert sich das nicht? gibt doch immer mehr leute, die mit dem i-net aufgewachsen sind.

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